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Sozioökonomische Evaluation des Projekts „Allen Unkenrufen zum Trotz“

Die Gelbbauchunke steht auf der roten Liste gefährdeter Arten. Selbst in ihren Hauptverbreitungsgebieten in Bayern ist das kleine Amphib bedroht, u. a. durch den fortschreitenden Verlust von kleinen, zeitweilig Wasser führenden Gewässern, den Laichhabitaten der Gelbbauchunke. Zudem trennen Verkehrswege zunehmend die noch bestehenden Populationen voneinander. Diese Gefährdung der Gelbbauchunke ist der lokalen Bevölkerung und Akteur:innen wenig bekannt.

Mit dem Projekt „Allen Unkenrufen zum Trotz“ haben sich sechs oberbayerische Landkreise im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt zum Ziel gesetzt die regionalen Lebensräume für Amphibien und damit die Bestände der Gelbbauchunke zu erhalten. Projektträger sind die Landkreise Freising, Neuburg-Schrobenhausen und Altötting sowie der Bund Naturschutz in Bayern. Das Projekt wird gefördert vom Bundesamt für Naturschutz und dem Bayerischen Naturschutzfonds.

Das großangelegte Projekt soll den Schutz der Lebensräume der Gelbbauchunke ins alltägliche Handeln der Menschen bringen und die Erkenntnisse aus dem Vorhaben für weitere Schutzprogramme nutzbar machen. Die geplanten Maßnahmen im Projektgebiet reichen vom Schaffen bzw. Erhalten von Kleingewässern, Trittsteinbiotopen und Wanderkorridoren über das Erarbeiten von Konzepten zur Beweidung und Auendynamisierung  bis hin zu öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie einem Preis für die größte Unkenpopulation, Unken-Song-Contest und Unken-Quiz sowie dem Vermitteln von prominenten Unkenpaten. Dabei spielen neben der lokalen Bevölkerung vor allem die Eigentümer:innen von Nutzflächen – also Akteur:innen aus Land- und Forstwirtschaft sowie Abbauunternehmen – eine besonders wichtige Rolle.

Die e-fect eG wurde im Rahmen der Evaluation damit beauftragt, summativ die Zielerreichung des Gesamtvorhabens zu überprüfen und ergänzend zum Projektmanagement formativ den zielbezogenen Projektfortschritt zu dokumentieren sowie ggf. auf erforderliche Verbesserungspotenziale hinzuweisen. Zentrale Methoden sind eine Vorher-Nachher-Online-Befragung von Akteur:innen im Projektgebiet, Telefon-Interviews mit Schlüsselakteur*innen, die Auswertung von Monitoringdaten des Projektmanagements und von den Projektpartner:innen durchzuführende Veranstaltungsbefragungen.

Evaluation

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