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Evaluation der Wirkung naturnah gestalteter Gärten im Projekt „Tausende Gärten – Tausende Arten“ (2020–2025)

Durch Klimawandel, intensive Landnutzung und Umweltverschmutzung erleben wir einen Artenrückgang bedrohlichen Ausmaßes. Zum Schutz unseres Ökosystems steht die Gesellschaft vor der Herausforderung, diesem entgegen zu wirken und die biologische Vielfalt zu fördern. Die gute Nachricht ist: Jede:r kann etwas tun! Jeder Garten, jeder Balkon, jede private oder öffentliche Grünfläche hat großes Potenzial, durch naturnahe Gestaltung einheimischen Wildpflanzen und allerlei Tierarten einen Lebens- und Schutzraum zu bieten.

Diese Botschaft zu verbreiten war Ziel der Kampagne „Tausende Gärten – Tausende Arten“. Das Projekt wollte für naturnahes Gärtnern im privaten sowie öffentlichen Raum begeistern. Dazu wurden Bürger:innen über die Relevanz der biologischen Vielfalt sowie naturnahe Gestaltungsmöglichkeiten ihrer Gärten, Balkone und Grünflächen informiert und konnten in Workshops praktisches Handlungswissen erwerben. Als Anreiz, selbst gestalterisch zu werden, konnten sich engagierte Bürger:innen ihre Naturgärten auszeichnen lassen. Gärten, die mit einer Vielfalt an heimischen Wildpflanzen, natürlichen Bebauungen, ökologischer Pflege und Regenwasserspeicher glänzen, qualifizierten sich für diese besondere Ehrung. Idealerweise regen sie dadurch auch ihre Nachbar:innen zum Mitmachen an.

Damit Privatpersonen auch Zugang zu geeignetem regionalen Saatgut und insektenfreundlichen Wildpflanzen haben, richtete sich das Projekt auch an Saatgutbetriebe, Gartenmärkte und Gärtnereien und baute ein Netzwerk zur Produktion und Vermarktung von Saatgutmischungen und Pflanzensets auf. Das Projekt war auf sechs Jahre angelegt und wurde von der Deutschen Gartenbau Gesellschaft 1822 e.V., dem Wissenschaftsladen Bonn e.V. und der tippingpoints GmbH in Kooperation mit dem Naturgarten e.V. umgesetzt. Es wurde im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt (BPBV) vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

e-fect übernahm dabei die Evaluation der sozioökonomischen Ziele des Projektes, während als Kooperationspartnerin die Agentur auf! für die Überprüfung der ökologischen Wirksamkeit zuständig war. e-fect untersuchte, inwiefern die Angebote Wissen zur biologischen Vielfalt vermitteln und Bürger:innen für naturnahes Gärtnern begeistern und zum Handeln motivieren können. Zur Beantwortung dieser Fragestellungen wurden quantitative (z. B. Online-Befragung) und qualitative Erhebungsmethoden (z.B. Interviews, teilnehmende Beobachtungen) zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Projekt (vorher-nachher-Design) eingesetzt. Gleichzeitig verfolgte die Evaluation einen formativen Zweck im Sinn einer begleitenden Evaluation, die gegebenenfalls Empfehlungen zur Steuerung im laufenden Projekt ausspricht.

Die wesentlichen Evaluationsergebnisse sind in der Kurzfassung des Evaluationsberichts beschrieben.

Evaluation

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